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In unzähligen Behandlungsräumen werden täglich Desinfektions- und Sterilisationsprozesse durchgeführt. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied?

Desinfektion ist die Entfernung von Bakterien oder Viren mit Desinfektionsmitteln oder flüssigen Einweg-Feuchttüchern. Sie kann auf der Oberfläche oder mit Hilfe eines Desinfektionsbades durchgeführt werden.

Oberflächliche Desinfektion ist die Reinigung von Oberflächen wie beispielsweise bei der Kosmetik, Podologie, Friseur-Equipment wie Haarschneidemaschinen oder von Möbeln, Wänden und Böden. Andere Flüssigkeiten werden zur Desinfektion von Ledersesseln und wiederum andere zur Desinfektion von Wänden verwendet.
Die Desinfektion umfasst zudem die Hände des ausführenden Personals, des Friseurs oder des Kosmetikers. Zu diesem Zweck wird Desinfektionsseife verwendet. Zum Händetrocknen sind Einweg-Papiertücher am besten geeignet. Bei anderen kosmetischen Eingriffen wie der Maniküre ist es sinnvoll, die Hände des Patienten mit einem schnell trocknenden antiseptischen Desinfektionsmittel zu desinfizieren.

Bei einem Desinfektionsbad werden Gegenstände in einen speziellen Behälter mit Desinfektionsflüssigkeit getaucht. Anschließend sollten sie unter warmem fließenden Wasser gewaschen werden. Danach gehen die Tools in den sogenannten richtigen Desinfektionsprozess. Das Desinfektionsweichen kann entweder in einem Ultraschallreiniger erfolgen oder alternativ in einem Behälter, in dem die Flüssigkeit ohne zusätzlichen Ultraschall arbeitet.
Eine wichtige Rollen spielen in jedem Fall ein sorgfältiges Dosierverhältnis der Flüssigkeiten, sofern es sich um ein Konzentrat handelt, sowie die Desinfektionszeit. Während des Desinfektionsverfahrens darf die Badezeit der Gegenstände in der Desinfektionsflüssigkeit nicht verkürzt werden. Leider geschieht dies in der Realität viel zu oft in den Laboren. Nach dem Desinfektionsprozess sollten die Werkzeuge erneut gespült und getrocknet werden.

Bei der Sterilisation werden alle Keime und Bakterien abgetötet, die bei der Desinfektion nicht entfernt werden. Das einzige Gerät, das sicherstellt, dass ein Sterilisationsprozess erfolgreich war, ist ein Autoklav.

Der Autoklav arbeitet mit dem Prinzip von Wasserdampf unter Druck. Je nach gewähltem Programm zerstört die hohe Temperatur des Dampfes alle Bakterien und Keime. Mikroben, pathogene Mikroorganismen, Pilzsporen und hepatotrope Viren sterben ebenfalls ab.
Die zu sterilisierenden Werkzeuge müssen zuvor den Desinfektionsprozess durchlaufen haben. Ohne vorherige Desinfektion sind die Werkzeuge Flugrost ausgesetzt.
Neue, rostfreie Instrumente enthalten normalerweise Chrompartikel, weshalb sie vor der ersten Verwendung desinfiziert und sterilisiert werden.
Insbesondere sollten Zangen, Scheren sowie Werkzeuge, die mit Blut in Berührung gekommen sind und mit denen das Hautgewebe durchbrochen wurde, autoklaviert werden. Auch Tools, die bei der Maniküre oder Pediküre benutzt werden, fallen in diese Rubrik.

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Diese Werkzeuge sollten (obwohl sie nicht müssen) zum Sterilisieren in einer Hülle verpackt oder eingeschweißt werden. Das ist sehr hygienisch und ermöglicht jederzeit das Öffnen einer Verpackung sterilen Werkzeugs. Es wirkt sich zudem positiv auf den Kunden aus, der sich so sicher sein kann, dass die Behandlung in dem Schönheits- oder Friseursalon oder der Zahnarztpraxis auf hygienische und sichere Weise erfolgt.
Eine gute Möglichkeit, dem Kunden diese Sicherheit zu geben, ist zudem der Zugang zu Informationen. Aushänge an den Wänden können über die Tatsache informieren, dass der Salon oder die Praxis die Verfahren zur Desinfektion und Sterilisation von Werkzeugen verinnerlicht hat.
Darüber hinaus können Sie ein Desinfektionsprotokoll führen sowie einen Nachweis über Zahlungen für externe Sterilisation (z. B. in einem Krankenhaus) anfordern.

Die Platzierung des Autoklaven direkt neben dem Behandlungsstuhl in einer Zahnarztpraxis oder im Kosmetiksalon vermittelt dem Kunden zusätzlich ein Gefühl von Sicherheit und Hygiene.